Domstadt Fürstenwalde

Fürstenwalde liegt inmitten eines Waldgebietes. 260 km markierte Wanderwege führen in die Umgebung der Stadt. Südwestlich von Fürstenwalde befindet sich die Stadtheide mit moorigen Spreewiesen, Kiefern- und Eichenwäldern.

1250 entstand hier am Berliner Urstromtal eine Marktsiedlung, die um 1285 das Stadtrecht erwarb. Von 1385 bis 1598 residierten die Bischöfe von Lebus in Fürstenwalde. Die Stadtmauer aus Feldsteinen wurde Ende des 14. Jahrhunderts errichtet. Drei Tore führten in die Stadt, von denen nur noch das Niederlagentor steht. Die Wirtschaft erlebte durch die Eröffnung des Friedrich-Wilhelm-Kanals 1668 und seine Erweiterung zum Oder-Spree-Kanal 1891 einen beachtlichen Aufschwung. 

Neben Brandenburg und Havelberg ist Fürstenwalde die dritte märkische Domstadt. 

Der St. Marien Dom, der 1446 erbaut wurde, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Mächtig erhebt sich der 68 Meter hohe Turm. Die Kirche brannte im April 1945 bis auf die Umfassungsmauern aus. Nur die Sakristei und einige alte Gewölbe aus dem 12./13. Jahrhundert blieben erhalten. 1995 konnte der Dom nach umfangreichen Aufbauarbeiten feierlich eingeweiht werden, wobei interessante Restaurationsmethoden angewandt wurden: Teile wurde "nur konserviert". Architektonisch gelungen ist auch der Einbau eines Gemeindezentrums mit großen Glaswänden, die den Blick in das Kirchschiff freigeben. Heute ist der St. Marien Dom ein geistiges und kulturelles Zentrum der Region. 

Nur vereinzelt haben spätbarocke Bürgerhäuser aus der historischen Innenstadt die Kriegsauswirkungen überlebt. Vor dem Dom am Markt steht das spätgotische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit einem auffälligen Zierrippengiebel. 

Weitere Sehenswürdigkeiten in Fürstenwalde sind:
das Heimatmuseum in der Domstraße mit Werken des einheimischen Malers Gerhard Goßmann, einer geologischen Sammlung und einem Gesteinsgarten, das

Brauereimuseum im Ratskeller brauereimuseum-fuerstenwalde.de

der mächtige Bullenturm mit Zinnkranz und Kegelspitze (im Schatten des Turmes weideten einst die Bullen), 

der Heimattiergarten mit 80 verschiedene Tierarten aus Europa 

die Spree-Schwimmhalle "Schwab" mit Sauna, Solarium und Erlebnisbad. 

Ausführlicher siehe: www.fuerstenwalde-tourismus.de

Ca. 10 km nordöstlich von Fürstenwalde ist das Schloss Steinhöfel mit Restaurant und schönem alten Park. Vorschläge für Wanderungen in der Umgebung von Fürstenwalde finden Sie auf der private homepage von Ingolf Pötsch www.ab-ins-grüne.de