Auf den Spuren Schinkels in Neuhardenberg 

Neuhardenberg ist im 13. Jahrhundert als "Quilitz" entstanden und galt im Mittelalter als das größte Dorf im Lebuser Land.
1763 erhielt von Prittwitz das Gut Quilitz von Friedrich II als Dank dafür, dass er ihm bei der Schlacht von Kunersdorf 1759 das Leben gerettet hatte. Von Prittwitz baute den damaligen Herrensitz zu einem Landschlösschen aus. 1801 wurde das Dorf durch einen verheerenden Brand großteils vernichtet. Nur das Neudorf und das Schloss blieben unversehrt. Der damals erst zwanzigjährige Schinkel erhielt den Auftrag zum Wiederaufbau von Quilitz. Das Dorf wurde neu vermessen und so aufgeteilt, dass sich die Grundfläche der Höfe verdoppelte, die Feuer verarbeitenden Betriebe wurden außerhalb des Dorfes angesiedelt. Als Material für die Häuser wurde Raseneisenstein verwendet und anstelle von Schilfrohr deckten rote Ziegel die Dächer.

1815 erhielt der Staatskanzler Hardenberg Quilitz als Dotation. Noch im selbe Jahr wurde Quilitz in Neu-Hardenberg umbenannt. Hardenberg ließ die Kirche ausbauen, das Schloss grundlegend umbauen und um ein Stockwerk erhöhen. Beim Aufbau der Kirche beachtete Schinkel die enge Verbindung zur Parkanlage des Schlosses. Der Turm mit seinem ovalen, tempelförmigen Aufsatz präsentiert sich nach allen Seiten weithin sichtbar. Der Gartenarchitekt Lenné nahm diese Blickachsen in seine Parkgestaltung mit auf. Selbst Fürst Pückler-Muskau, der Schwiegersohn vom Staatskanzler Hardenberg, hat auf die Gestaltung des Schlossparkes Einfluss genommen.

Schloss und Liegenschaften wurden vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband gekauft und seine Nutzung als internationale Begegnungsstätte einer Stiftung übertragen. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten wurde das Hotel 2002 eröffnet. Der Park und das Restaurant in der Brennerei sind auch weiterhin öffentlich zugänglich. www.schlossneuhardenberg.de

Der Heimatverein Neuhardenberg e. V. pflegt seine homepage auf der die Persönlichkeiten, die in Hardenberg gelebt und gewirkt haben, vorgestellt werden. Siegmund Jähn, der als erster Deutscher im Weltall war, lebte und arbeitete hier 18 Jahre. www.neuhardenberg.org

Wanderwege, Übernachtungsmöglichkeiten und Veranstaltungen in der Region www.amt-neuhardenberg.de

Kulinarische Tipps Neuhardenberg

Landgasthaus „Brennerei“ in Neuhardenberg
Dieses Restaurant ist eine Empfehlung vom Convivium Barnim-Oderland
www.slowfood.de/slow_food_vor_ort/barnim_oderland/genussfuehrer

Milchschafhof Pimpinelle, 15320 Quappendorf
Die frische Schafmilch wird zu Schafskäse, Jogurt und Quark auf dem Hof verarbeitet. Hofverkauf auch von Fleisch und Wurst von April bis November immer freitags und samstags. www.milchschafhof-pimpinelle.de