Rundwanderung - Naturschutzgebiet Lange Dammwiesen ab S-Bahnhof Strausberg (Vorstadt) –

Hier ein Tipp für eine schöne Rundwanderung, gar nicht weit von Berlin und mit der S-Bahn prima zu erreichen. Wir sind die Route Ende April gewandert und waren begeistert!
Eine leichte Rundwanderung durch ein Naturschutzgebiet mit Waldwegen,  Moorgebiet und Grünland - östlich von Berlin...


Rundweg Naturschutzgebiet Lange Dammwiesen

Startpunkt und Ende ist der Bahnhof Strausberg (Vorstadt). Die S-5 verkehrt von Berlin aus im 20 Minuten Takt.
Diese Tour ist nur ca. 8-9 km lang, aber sie lässt sich gut verlängern oder mit einer Runde um den Straussee verbinden (ca. 10-12 km). Dazu müsste man nach der ersten Tour mit der S-Bahn weiter bis Strausberg Stadt fahren. 

Start und Ziel

Eine leichte Rundwanderung durch ein NSG Naturschutzgebiet mit Waldwegen,  Moorgebiet und Grünland - östlich von Berlin, sehr gut mit der S-Bahn Linie S5 erreichbar. Startpunkt und Ende ist der Bahnhof Strausberg (Vorstadt) S5. Die S-Bahn verkehrt von Berlin aus im 20-Minuten Takt.
Achtung, wer gleich loswandern möchte – bis 12.5.2017 ist zwischen Fredersdorf und Strausberg (planmäßig) noch Schienenersatzverkehr mit Bussen.


Tour mit Wegbeschreibung

Vom S-Bahnhof folgt man der Markierung gelber Punkt entlang der Bahnschienen, überquert den Bahndamm und dann geht es linker Hand etwas abschüssig den Weg in den Wald hinein. Dank des großen Hinweisschildes „Naturschutzgebiet Lange Dammwiesen“ nicht zu verfehlen. Auf dem Schild ist auch gut zu sehen, dass mehrere Wege zu den Dammwiesen führen. Der Weg am Bahndamm entlang ist wahrscheinlich kürzer, aber wir sind dem gelben Punkt gefolgt, der durch den Wald führt.
www.maerkische-s5-region.de/cms/upload/bilder/Wandern/Lange_Damm.pdf
Unterwegs trifft man auch auf die Markierungen Blauer Punkt und Gelbe Orchidee.
Der Blaue Punkt ist ein Teil der Wanderroute „66-Seen-Wanderweg“ (7. Etappe, 24 km lang) und der Orchideenrundweg ist in großen Teilen derselbe Rundweg, führt aber bis zum Kleinen und Großen Stienitzsee und ist mit 11 km etwas länger. 
www.maerkische-s5-region.de/cms/upload/bilder/Wandern/Orchideen.pdf

Das Gebiet ist leicht begehbar und wenig hügelig. Eine Brücke führt über das Annafließ und danach geht es durch einen Mischwald. Am Rande des NSG Lange Dammwiesen sind wir links abgebogen und haben bald den Bahndamm erreicht. Diesen sind wir ein Stück gefolgt, bevor es rechter Hand an einer alten Eiche wieder in den Wald rein ging.
Hier beginnt ein mit Schautafeln versehener Naturlehrpfad, Picknickplätze mit Aussichtsplätzen laden zum Verweilen ein, Holzstege oder Treppen sorgen für mehr Sicherheit, wo die Wege steiler werden. 
Wahrscheinlich kann man hier auch Schwarz- und Rehwild beobachten, aber uns ist nichts über den Weg gelaufen. Auffallend war das laute Froschkonzert in Moorgebiet. Das Moorgebiet ist eingezäunt. Ob es vor Menschen geschützt werden soll oder wir vor ihm, wer weiß – vielleicht beides.
Dass die Lange Dammwiesen mit ihrer Artenvielfalt das Ergebnis jahrzehntelanger Wiesenpflege durch den NABU-Verband sind, war mir während unserer Wanderung nicht bewusst. Ich dachte, was für eine schöne Natur und nur die Wege und Zäune wären vom Menschen angelegt. Internet sei Dank, habe ich später erfahren, dass hier extra eine neue Technik, eine Moorraupe für Forstarbeiten zum Einsatz kam. Auch die Wasserbüffel, denen wir auf unserem Weg begegneten, helfen mit bei der naturschutzgerechten Landschaftspflege.

Davon, dass ich keine Torferde für den Garten kaufen soll, hatte ich schon gehört, aber bei dieser Wanderunge erfuhr ich auch warum.  Moore bedecken nur 3% der Landoberfläche der Erde, aber sie speichern 30% der Kohlenstoffvorräte unseres Planeten. Damit wirken sie dem Klimawandel entgegen. Mehr dazu nachzulesen auf den Schautafeln vor Ort oder ausführlicher im Netz. www.kalkmoore.de/lebensraum-moor/bedeutung-der-moore.html
www.kalkmoore.de/projektgebiete/lange-dammwiesen.html

 

Nach dem Moorgebiet kamen wir zu einer offenen Landschaft mit Nutztieren, einer Laubenkolonie und ein paar Häusern.
Tiere sind immer ein willkommenes Fotomotiv und so versuchte ich ein paar ansprechende Fotos von Schafen & Co. zu machen. Kein Vieh nahm von uns Notiz, alle hatte nur den Kopf im Gras. Als mein Sohn jedoch ein lautes "Määäh" von sich gab, kam Bewegung in die Herde.
Der Leithammel fühlte sich offenbar angesprochen und kam im Schnellspurt auf uns zu – die ganze Herde folgte. " Ohje, ob diese schmalen Drähte die Meute aufhalten können", war da mein einziger Gedanke.
Sie konnten, aber das beste Foto habe ich in diesem Moment verpasst!
Nach der Rinderherde erwartete uns noch ein Highlight, eine alte Mühle, die seit 1870 im Besitz der Familie Lemke ist.
Ein sehr imposantes Gebäude mit funktionierendem Mühlenrad. Sie wird in 5. Generation immer noch bewirtschaftet und neben Futter werden hier regionale Produkte angeboten. Der Verkauf hat von Montag bis Sonnabend geöffnet.
www.futtermuehle-lemke.de

Nach einer kleinen Eis-Pause ging es weiter. 
Etwas irritiert war ich von der großen Baustelle und dass ich keinen gelben Punkt mehr sah. Links von der Baustelle gab es allerdings einen Extra-Weg für Fußgänger und nach dem Ortsteil Torfhaus, war die Route auch wieder mit dem gelben Punkt ausgeschildert. 

Eine wirklich sehr schöne, abwechslungsreiche Wanderung!
Das nächste Mal werden wir den Orchideenrundweg ausprobieren. 

Orchideenrundweg, NSG Herrensee, Lange-Dammwiesen und Barnim Hänge, Wachtelturm, Stienitzsee. Hier kann man den Orchideenrundweg als PDF-Datei runterladen.

www.maerkische-s5-region.de/cms/upload/bilder/Wandern/Orchideen.pdf


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