Fontanestadt Neuruppin

Die Stadt Neuruppin ist ein Beispiel klassizistischer Städtebaukunst und beherbergte große Persönlichkeiten der deutschen Geschichte.

In Neuruppin steht das Geburtshaus von Theodor Fontane (1819-1898), die Löwenapotheke, die seinem Vater gehörte und er besuchte das hiesige Gymnasium. 

Der Kronprinz Friedrich, der spätere Friedrich der Große, verbrachte in Neuruppin seine Jugendjahre (1732 bis 1740). Nach dem Exerzieren in der Kaserne genoss er es, seine freie Zeit mit dem Philosophieren, Musizieren und anderen schöngeistigen Dingen zu verbringen. Der heutige Tempelgarten wurde ursprünglich von ihm als "Almathea-Garten" angelegt. Georg W. von Knobelsdorff errichtete einen kleinen Holztempel, in dem sich Friedrich mit seinen Offizieren traf. Manche Streiche wurden hier ausheckte. 

Einen bleibenden Eindruck hinterließ Neuruppin auch bei dem Architekten, Maler und Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841). Er verlebte hier seine Kindheit (von 1787 bis 1794) und der Neuaufbau der Stadt nach dem verheerenden Brand von 1787 muss ihn sehr beeindruckt haben. Dem Brand fiel der größte Teil der Gebäude zum Opfer und mit dem Wiederaufbau wurde Bernhard M. Brasch beauftragt. Er schuf von 1788 -1796 ein Beispiel klassizistischer Städtebaukunst. Weitestgehend erhalten und zum großen Teil restauriert steht die ganze Stadt unter Denkmalschutz.

Sehenswürdigkeiten in Neuruppin:
die Klosterkirche St. Trinitatis des Dominikanerklosters aus dem 13.Jahrhundert. 1836-1841 wurde sie nach Plänen von Schinkel erneuert und erhielt Anfang des 20. Jahrhunderts ihre zwei Turmspitzen. Der seeseitige Turm der Klosterkirche kann bestiegen werden.
der Tempelgarten des Kronprinzen Friedrich, der in späterer Zeit noch einige Umbauten im orientalischen Stil erfuhr.
das "Alten Gymnasium" hat den Grundriss einer barocken Schlossanlage. und wurde zur Nutzung als Wissenszentrum der Region umgebaut.

Das Museum Neuruppin beherbergt eine der ältesten Brandenburger Sammlungen, für die der Ruppiner Landrat Friedrich Christian von Zieten (1765 – 1856) den Grundstein legte. Hier werden unterschiedliche Ausstellungen gezeigt, zur Geschichte Neuruppins, über Karl Friedrich Schinkel, Theodor Fontane und zu den Neuruppiner Bilderbogen. Die Neuruppiner Bilderbogen machten im 19. Jahrhundert das brandenburgische Neuruppin über die Landesgrenzen weit bekannt. Sie wurden in drei Druckereien in Neuruppin hergestellt und man kann sie als Vorläufer der heutigen illustrierten Zeitung betrachten.  
Pfarrkirche und KulturKirche Veranstaltungszentrum - ehemalige Stadtkirche St. Marien - von 1801-1804 erbaut. Im Turm der Pfarrkirche befindet sich eine Ausstellung zum Stadtbrand, die besichtigt werden kann. Mehr über die Stadt Neuruppin und ihre Geschichte erfahren Sie unter: www.neuruppin.de

Die Fahrgastschifffahrt Neuruppin bietet 1stündige Rundfahrten, Schleusentouren und Tagesfahrten an. www.schifffahrt-neuruppin.de

Ein Rund-Radweg führt durch das Ruppiner Seen- und Kulturland (gesamt 215 km: Neuruppin - Rheinsberg - Neuglobsow - Fürstenberg - Himmelpfort - Zehdenick - Liebenwalde - Oranienburg - Birkenwerder - Hohen Neunedorf - Neuruppin) ausführlich siehe www.ruppinerreiseland.de

Von Neuruppin aus können Fahrten mit Kanu-, Paddel-, Motorbooten oder Fahrgastschiffen unternommen werden. Tourenvorschläge für Kanutouren finden Sie unter www.das-blaue-paradies.de